Normalerweise wird der Frühling im Rheinland an Karneval mit viel Tamtam vertrieben. Für Autofans ist das meist nicht so wirklich zufriedenstellend und daher ist es auch kein Wunder, dass der erste „Waldow Performance Day“ im gleichnamigen Autohaus Waldow ein voller Erfolg wurde. Zwar ist es draußen noch immer kalt und die Straßen sind mit Dreck oder Salz überzogen, jede Menge Renault-RS-Modelle gab es in Rheinbach aber trotzdem zu bestaunen. 

Dass man im Autohaus Waldow mit seiner Sport-Abteilung „Waldow Performance“ nur auf verlässliche und hochqualitative Partner setzt, offenbart schon ein Blick an die Außenfassade. KW, Recaro, Castrol, Dunlop, Wiechers, Brembo und mcchip-dkr stehen in ihren jeweiligen Fachbereichen für höchste Kompetenz.

Schon vor Betreten des Autohauses wird klar: Hier lebt man die RS-Geschichte des französischen Herstellers aus. Nicht nur die Straße rund um den Verkaufsraum ist mit kunterbunten Knallbonbons aus Dieppe gesäumt, auch auf dem Parkplatz des Renault-Händlers steht ein halbes Dutzend der starken Clio- und Mégane-Derivate. 

Noch spannender ist allerdings, was sich im Showroom so tummelt. Neben einem Clio IV „R.S. 18“, dem allseits bekannten „Schlumpf“ und einem neu fertig gestellten Tracktool-Mégane samt Aero-Komponenten zog der neue Mégane R.S. viele neugierige Blicke auf sich. Die dritte Generation des Kompaktsportlers kommt dieses Jahr auf den Markt und schnitt in bisherigen Tests erfreulich positiv ab. 

Kein Wunder also, dass die zahlreich erschienen Fans sportlicher Franzosen den „Neuen“ ganz genau unter die Lupe nahmen und mit Fragen an die Hausherren Axel und Janis Waldow nicht hinter dem Berg hielten. 

Mir noch unbekannt war der grau-grüne Mégane 3 R.S. „WP320+“ mit einstellbarem Frontsplitter sowie einem Heckflügel im Design des Clio 4 R.S. Cup, wie er auch den blauen Schlumpf ziert. Natürlich mit TÜV-Segen, bei Waldow Performance macht man keine halben Sachen. Besonders gut gefallen hat mir der grüne Überrollkäfig von Wiechers, ein fantastischer Blickfang!

Hier ein guter Blick auf den ausziehbaren Frontsplitter aus Carbon, der sowohl für den Mégane 3 R.S. als auch für den kleinen Bruder Clio im Angebot ist. Und überhaupt: So ganz kommt der neue Mégane R.S. nicht an die bullige Optik des alten Coupés heran, oder?

Dass „WP320+“ kein Blender ist, teilt uns nicht nur der vielsagende Name mit. Auch ein Blick in die Radhäuser, die von wunderschönen ATS GTR samt Yokohama-Semislicks ausgefüllt werden, verspricht viel Spaß auf der Rennstrecke.

Kein Unbekannter für diese Seite ist der „Schlumpf“, auch wenn das hier abgebildete Fahrzeug nur noch wenig mit jenem zu tun hat, das wir im September 2015 vor der Linse hatten. Basierend auf dem aktuellen Trophy-Modell hat der mittlerweile rund 250 PS starke Clio 4 R.S. einige Features zu bieten, die Trackday-Enthusiasten das Wasser im Munde zusammen laufen lassen dürften. 

Beispielsweise profitiert auch der Clio von den Aero-Komponenten, die Waldow Performance entwickelt hat. Die Anleihen für die Entlüftungshutze auf der Motorhaube stammen dabei aus der weltweit populären TCR-Serie. An der Vorderachse gibt es außerdem eine Vierkolben-Bremse von Brembo, die aus dem Vorgänger-Modell des Clio stammt sowie Sparco-Felgen mit Semislicks. 

Unter dem Auto sorgt eine Klappenabgasanlage von NAP für standesgemäßen Klang. Ein Blick durch das Seitenfenster auf der Fahrerseite offenbart außerdem das Vorhandensein eines vollständigen Käfigs von Wiechers im passenden Schlumpfblau der Folie an der Karosserie. Rundherum ein geniales Spielzeug, das nun übrigens einen neuen Besitzer gefunden hat. Herzlichen Glückwunsch!

Neben den modernen turbogeladenen R.S.-Modellen gab es im Showroom auch einen blütenweißen Clio 3 R.S. zu sehen, der während des späten Vormittags live mit diversen Folien-Farben versehen wurde. Der 201 PS starke Sauger glänzte außerdem mit einem feinen Tracktool-Umbau samt Käfig, Vollschalen, Hosenträgergurten und CAE-Shifter. 

Besonders die mehrfarbige Folie auf dem hinteren Seitenteil sorgte für große Augen bei den anwesenden Gästen. Der weiße RS steht übrigens aktuell zum Verkauf. Ein Blick auf das Inserat lohnt sich in jeder Hinsicht. 

Wie so oft, kommt auch in dieser Geschichte das Beste zum Schluss. Darf ich vorstellen? Das neue Einsatzgerät von Waldow-Performance, mit dem das neu formierte Team in diesem Jahr erstmals unter eigener Ägide in der VLN-Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring antreten wird. Das Fahrzeug ist in mühevoller Kleinarbeit über die letzten Monate entstanden und ein heißer Kandidat für viele Klassensiege. 

Unter dem Blechkleid des Zweiliter-Renners sorgt ein KW-Gewindefahrwerk für die richtige Bodenhaftung der Slick-Bereifung. Die im Vergleich zu anderen Klassen eher zahme Optik ist dem Reglement der V-Klasse in der VLN geschuldet, hier sind nur kleine Änderungen am Fahrzeug erlaubt. 

Ein Blick in den Innenraum offenbart den Arbeitsplatz von Janis Waldow und Finn Unteroberdörster, die sich das Cockpit in der kommenden Saison teilen werden. Der Recaro-Schalensitz aus Carbon stamm übrigens aus dem GT-Programm von Porsche Motorsport und punktet durch hervorragenden Seitenhalt und eine hohe Verwindungssteifigkeit. 

Für einen werbewirksamen Auftritt in der beliebtesten Breitensportserie der Welt wurde nun auch ein schicker Auflieger angeschafft. Macht sich doch schon mal sehr gut mit dem passenden Tracktool davor, oder?

Auf dem Weg zu meinem geparkten Auto „liefen“ mir übrigens noch diese beiden Schätzchen vor die Linse. Auch, wenn Gegenwart und Zukunft bei Renault Sport turbogeladen sind, vergessen Fans und Kunden von Waldow Performance nicht den Ursprung der R.S.-Sparte. 

Abschließend bleibt mir dem Team des Autohaus Waldow samt seiner Performance-Abteilung nur zu dem gelungenen Tag in Rheinbach zu gratulieren. #getoutanddrive wünscht eine erfolgreiche Saison und viele R.S.-Verkäufe in 2018!